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Wie wirkt die „Personalisierte Regenerative Medizin (PRM)“ in der HNO-Heilkunde?

04.10.2017

KOPFZENTRUM hat seit 2014 große Erfahrungen mit der Anwendung nicht-invasiver Verfahren zur gezielten Stimulation körpereigener Stammzellen gesammelt. Im PRM-Programm wurden bisher über 400 Patienten mit Erkrankungen im HNO-Bereich behandelt. Heute ist es möglich, die Wirkung besser vorauszusagen und durch Ergebnisse zu dokumentieren.

Bild 1 zeigt den Gehörgang einer Patientin (in 20facher Vergrößerung), die sich wegen einer aggressiven Entzündung 9 Operationen des Ohres unterziehen musste. Der Körper war von alleine nicht mehr in der Lage, die knöchernen Wände in der Nähe des Trommelfells wieder mit gesunder Haut zu bedecken. Die Patientin litt unter immer wiederkehrenden Entzündungen und Ohrenlaufen. Mit dem Einsatz von BSCN-Faktoren, welche die lokalen Stammzellen aktivieren können, gelang es, die Bildung gesunder Haut anzuregen. Im Bild ist das neu gebildete Gewebe (zwischen 6 und 12 Uhr) und das Übergangsgewebe, dass die Lücke zur vorhandenen Haut schliesst, gut zu erkennen. Die BSCN-Faktoren wurden dazu lokal eingespritzt. Nach 3 Wochen konnten die neu einwachsenden Gefäße nachgewiesen werden, nach 5 Wochen war der Knochen erstmals seit 4 Jahren wieder vollständig bedeckt und gegen Infektionen geschützt (Bild 2).

Beachtenswert ist das kontrollierte Aufrufen vorhandener genetischer Informationen durch die PRM-Verfahren. So bildet sich offensichtlich detailgetreu Haut, die ursprünglich den Gehörgang ausgekleidet hat und in der Zwischenzeit verloren gegangen war. Ein überschießendes Wuchern, wie sonst bei solchen Heilungsvorgängen üblich, ist nicht zu beobachten. Auch die Anfälligkeit gegenüber Infektionen durch Bakterien und Pilze scheint deutlich geringer zu sein. Die PRM-Behandlung hat der Patientin vermutlich weitere Operationen erspart und endlich das gewünschte Ergebnis gebracht.

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