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Prof. Dr. Gero Strauss

Prof. Gero Strauss (Leipzig) ausgezeichnet

19.01.2015

Gero Strauss, HNO-Chirurg, Leiter des Fachbereichs HNO am KOPFZENTRUM und Senior-Chirurg an der Leipziger ACQUA Klinik ist als erster HNO-Arzt in Deutschland mit dem Titel „Professor of high impact in Arab Countries“ ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung honoriert nach Ansicht der International Panarabic Rhinology Society (ISIAN-IRS) die langjährige Tätigkeit von Prof. Strauss auf dem Gebiet der chirurgischen Assistenzsysteme und des Trainings im Bereich der Hals-Nasen-Ohrenchirurgie. Mit mehr als 20 Trainingskursen in Leipzig und mehr als 30 Veranstaltungen vor Ort haben Strauss und seine Mitarbeiter die Techniken der Navigation und anderer Assistenzsysteme in der Chirurgie der Nasennebenhöhlen und der Mittelohrchirurgie in Ländern wie Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, Libanon, Irak, Iran, Oman und Kuweit seit mehr als 10 Jahren publik gemacht. Dazu kommen mehr als 50 Patienten pro Jahr, die teils vor Ort, größtenteils in Leipzig operiert werden. „Meine Mitarbeiter und ich freuen uns natürlich über die Ehre der Auszeichnung. Dabei sind wir doch bereits mit zahlreichen Freundschaften und dem damit verbundenen fachlichen Austausch schon genug belohnt.“, so Strauss. „Es macht uns stolz, dass heute Entwicklungen aus Leipzig, z.B. die Unterstützung der OP mit Navigation oder dem OP-Computer oder der Surgical Recorder inzwischen in vielen Ländern zum Standard der modernen HNO-Chirurgie gehören“. Die neuesten Entwicklungen umfassen den Einsatz von Videobearbeitungsalgorithmen, die an sich unsichtbare Strukturen der Schleimhaut sichtbar machen. „Der Trend geht zu immer besserer Darstellung der wichtigen Strukturen, die uns eine Operation nach Instrumentennavigation ermöglichen. Das in Kombination mit Miniaturrobotern erlaubt heute neue und immer kleinere Zugänge.“, so Strauss weiter. Inzwischen sind damit indirekt oder direkt mehr als 100 Arbeitsplätze und 5 Unternehmensgründungen in der Region verbunden.

Der Preis wurde im Rahmen des diesjährigen IRDC-Trainingskurses zur Nasenchirurgie übergeben, der mit mehr als 35 Teilnehmern, davon zahlreiche wiederum aus arabischen Ländern, ausgebucht ist. Im Mittelpunkt des Kurses stehen die minimal-invasiven Verfahren zur Behandlung der Nasennebenhöhlenerkrankungen, Zugänge zur Stirnhöhle, der Tränenwege und der Schädelbasis. „Dieser Kurs ist inzwischen zu einer internationalen Institution geworden und nicht zuletzt durch die Leipziger Gastfreundschaft so beliebt.“, kommentiert Iris Gollnick, Geschäftsführerin des IRDC, des Leipziger Entwicklungs- und Trainingszentrum für Medizintechnologie. Live-Operationen und die neuentwickelten Chirurgie-Simulatoren, ebenfalls ein Leipziger Produkt, sind Voraussetzung für einen hohen Trainingseffekt.

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